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Alte Bilder der Wanderratte – Teil 1

Aloha zusammen!

Vor einiger Zeit wurde ich gebeten, doch mal alte Bilder aus der Verbannung meiner Ordner zu suchen und mal zu zeigen, was ich früher so gezeichnet habe. Ich habe auch ein bisschen gefunden. Leider habe ich keinen Scanner zur Zeit und konnte sie daher nur abfotografieren.

Ich habe mal eine kleine Auswahl zusammengestellt von diversen Skizzen und halbfertigen Zeichnungen, die hier noch herumgeistern aus den Jahrgängen 2006 bis etwa 2014. Einige von euch kennen auch die Geschichte, warum ich etwa um ende 2014 kaum noch zu Stift und Papier gegriffen habe.

So diese Bilder sind nicht chronologisch geordnet und ich besitze zu den Skizzen leider keines mehr der danach gefertigten Acryl und Ölmalereien. Viele habe ich verschenkt, einige wurden verbrannt, andere gingen während diverser Umzüge verloren oder sind anderweitig zerstört worden. Ich besitze auch leider keine digitalen Werke aus meinem Grafik Design Studium mehr, da ich da leider ein paar wirklich spezielle Leute um mich hatte die es gut verstanden haben meine Elektronik rigoros zu vaporisieren… =_=; (manchmal find‘ ich Menschen einfach nur abscheulich…. wochenlange Arbeit -puff- einfach weg…)

Ich werde nicht alle der ausgewählten Bilder in diesen Beitrag veröffentlichen, es wird also eine kleine Serie geben.


Lange Rede kurzer Sinn, los geht’s, stürtzen wir uns in vergangene Zeiten und Ink’s kleine Welt aus Bleistift und Papier:

 

„Mab – Crawling Nightmare Witch“

Clean-Skizze eines zu einem meiner Comics gehörenden Charaktere. Mab gehörte zu einem meiner letzteren Werke, die ich dann nie fertigstellen konnte und bei dem die ersten entstandenen Comic-Seiten nie veröffentlicht wurden. Mab habe ich hier adaptiert aus einem Monolog den Shakespears Charakter Mercutio über Mab. In den paar fertigen Comicseiten (die ich beabsichtigt nicht abfotografiert habe) ist sie noch einmal mit vollem Gespann, Streitwagen und ganzem Körper zu sehen, den sie spalten kann, so dass ihr kompletter Unterleib als albtraumhaftes Monstrum allein in die Schlacht ziehen kann. Und sie als letzten Verteidungswall gegen alles schützt was da kommen möge.

Auszug aus William Shakespears „Romeo und Julia“, erster Aufzug, zweite Szene:
MERCUTIO: „O, dann seh ich, daß ihr einen Besuch von der Königin Mab gehabt habt. Sie ist die Heb-Amme der Phantasie, kommt bey Nacht, nicht grösser als ein Agtstein am Zeigfinger eines Aldermanns, und fährt euch mit einem Gespan von kleinen Atomen über die Nasen der Schlafenden hin. Ihre Rad-Speichen sind von langen Spinnen-Beinen, die Deken von Grashüpfers-Flügeln, das Geschirr vom feinsten Spinnen-Web, die Kummet von Mondscheins-Stralen; ihre Peitsche von einem Grillen-Bein, und der Riemen von der feinsten Membrane; ihr Kutscher eine dünne grau-rokichte Schnake, nicht halb so dik als ein kleiner runder Wurm, den der schleichende Finger eines kleinen Mädchens aufgestochert hat. Ihr Wagen ist eine leere Hasel-Nuß, von Schreiner Eichhorn, oder Meister Wurm gemacht, die seit unfürdenklicher Zeit die Wagner der Feen sind: und in diesem Staat galloppiert sie, Nacht für Nacht, durch das Gehirn der Verliebten, und dann träumen sie von Liebe; über die Kniee der Hofleute, welche dann straks von Aufwartungen; über die Finger der Advocaten, die straks von Sporteln; über die Lippen der Damen, die straks von Küssen träumen, aber oft von der erzürnten Mab mit Hiz-Blattern gestraft werden, wenn ihr Athem nach parfümiertem Zuker-Werk riecht. Zuweilen galloppiert sie über eines Hofschranzen Nase, und da träumt er, er hab‘ eine Pension ausgespürt: ein andermal kommt sie mit dem Wedel eines Zehend-Schweins in der Hand, und küzelt den schnarchenden Pfarrer; straks träumt er, daß er eine bessere Pfründe bekommen habe. Zuweilen fährt sie über eines Soldaten Hals, und da träumt er von ausländischen Hälsen die er abgeschnitten, von Friedens-Brüchen, Scharmüzeln, Spanischen Klingen, und fünf-Faden-tieffen Gesundheiten; dann trummelt sie wieder in seinen Ohren und er fährt erschroken auf, und erwacht, schwört ein paar Stoß-Gebette, und schläft wieder ein. Das ist die nemliche Mab, die den Kühen die Milch aussaugt, und den Pferden im Schlaf die Mähne verstrikt; das ist die Drutte, (der Alp,) welche die Mädchens drükt, wenn sie Nachts auf dem Rüken ligen – – das ist – -„
„Ohne Titel“

Er war als Protagonist gedacht, der in einer anderen Comicreihe auftauchen sollte, zu dem mir eine Freundin die Storyline lieferte. Wir kamen allerdings nie bis zu seinem Auftritt und dieses unfertige Portrait, ist nebst einem leider mit irgendwas bekleckertem Blatt mit weiteren Konzept-Skizzen zu ihm das einzige was noch übrig ist. Auch ist mir leider sein Name entfallen…. Oo;
„Väterchen Tod“

Er ist aus meinem kurzen dreiteiler „Lil‘ Peeps“ der zeitweilig auch auf meiner damaligen Webseite erschienen ist. Das war eher ein kleines Spaßprojekt und ist tatsächlich schon echt alt. Die Geschichte erinnerte ein bisschen an „Alice im Wunderland“. Vielleicht finde ich irgendwann nochmal den Ordner mit den anderen Zeichnungen zu den Charakteren. In „Lil‘ Peeps“ ging es um Peeps und Deeps zwei gute Freunde, die sich sehr schnell in einer Welt wiederfinden in der Löffel plötzlich Streitäxte oder Messer sein können und Steine essbar. Im ersten Teil ging es ausschließlich darum, wie die beiden ihr kleines Abenteuer in einer völlig surrealen Zwischenwelt („Dunkelwelt“) bestreiten. Teil Zwei befasst sich dann eher damit, dass sich Deeps im Alter von mittlerweile 17 Jahren in einer Anstalt wiederfindet und vor jedem Schatten Angst hat (berechtigter Weise). Alllerdings können die Ärzte sich einfach keinen Reim daraus machen, warum um Himmelswillen er sich einfach nicht von seinem Plastik Göffel trennen will und wehement darauf besteht dass er sterbern würde, wenn man ihm seine einzige Waffe abnimmt. Der dritte Teil befasst sich dann eher mit der ganzen Aufdröselung der Irrungen und Wirrungen aus Teil eins und Zwei und was wirklich passiert ist mit Peeps und Deeps.

Ich vermisse ehrlich diese Geschichte irgendwo in meinem unsortierten Datenwerken auf irgendeiner meiner externen Festplatten habe ich sicherlich noch die grob angerissene Storyline aller drei Teile. Ich werde es wahrscheinlich nich nochmal zeichnen und der bis dato fertige Comic ging nur bis 3 oder 4 Kapitel in Teil 2 aber vielleicht werde ich mich ja doch noch mal irgendwann aufraffen und meine Frustration über den Verlust dieses Zweigs meines Lebens überwinden und die Geschichte vielleicht wenigstens zum Lesen veröffentlichen. Mal sehen…
„Margareth“

Lang vergessener Charakter aus einem Horror-Fantasy-Mischmasch RPG, dass ich mit einem damaligen Bekannten geschrieben habe. Mir war in einer Vorlesung einfach nur ein bisschen langweilig… *hüstel*
Das ist allerdings das einzige kleine Bildchen von ihr, der Rest dazu existiert nur in irgendeinem Forum (wenn’s nicht offline gegangen ist mittlerweile) als geschriebene Geschichte.

 

„Aufgabe aus dem Zeichenunterricht“

Irgendwo habe ich noch die anderen. Aufgabe war, Figurinen zu konzeptieren und sie Buchstaben bilden zu lassen. Das gesamte Alphabet habe ich aus Zeitmangel nicht fertigstellen können, alternativ reichte meiner Dozentin allerdings auch ein Wort. Ich bildete aus diesen Figurinen das Wort „Masken“.

Wir hatten damals für die Aufgabe etwa 3 Wochen Zeit und ja, ich habe bei meiner Dozentin zwar einiges gelernt, doch lernt man auch sehr schnell, wie erpicht die gute doch war einem durch manchmal nicht immer konstruktive Kritik einem alles kaputt zu diskutieren. So wurde meine erste Arbeit (die schon fast zwei Wochen beanspruchte) ein kompletter Stilwechsel zu diesen guten… eh Damen mit den Masken. Meiner lieben Dozentin hat es irgendwie nicht gepasst wie ich meine ersten Entwürfe gestaltet habe. Sie hatte glaub ich einfach irgendwas gegen meinen abstrakten Sinn für Anatomie meiner Charaktere…. (vielleicht finde ich ja auch davon irgendwo noch ein Bild von den Ursprünglichen Skizzen zum Alphabet.)


Das war’s zunächst zum ersten Teil. Hm, da ich heute so wahnsinnig in alten Zeiten geschwelgt habe ist mir bewusst geworden, wie sehr ich es vermisse zu erschaffen und real werden zu lassen, was mir im Köpfchen spukt.  Und hier gebührt meinem Stollentroll, großer Dank. Denn es ist zwar nicht das Selbe, doch er hat mich zum Bemalen der Warhammer Minaturen gebracht. Und immerhin kann ich mich da ein bisschen austoben. ;D

Bis zum nächsten Teil der kleinen Reihe.
Eure Wanderratte

Published inDie WanderratteZeichnungen

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